Keine Zeit für Kunst!

Bericht von der ersten Hamburger Schnellausstellung


Keine Zeit, lange Berichte zu lesen? Dann sind sie hier richtig! Keine Zeit! war auch das Motto der ersten Hamburger Schnellausstellung, die am Freitag, den 26. März 2004 von 20-21 Uhr im Feiersaal der Martin Luther King-Gemeinde stattfand.

foto1Ausstellungsmacher Helmut Dora und die vier engagierten Künstler ließen während des einstündigen Events keine Zeit für Langeweile aufkommen.
Mitmachen war Trumpf, als Christian 3Rooosen eine Zeichnung in einem Strich an die Staffelei warf und eine Frau und einen Mann aus dem Publikum sich so hinstellen ließ, bis es der Zeichnung entsprach (Foto).

Foto2Matthias Berthold animierte die Versammelten, ein Minute die Luft anzuhalten - kein leichtes Unterfangen, trotz guter Anleitung.
Gudrun Knispel baute mit den Zuschauern ein Eiskunstwerk mit dem rätselvollen Titel "Licht der schnellen Hoffnung" auf (Foto).

Foto3 Ein buntes, rasantes (!) Rahmenprogramm unter anderem mit Minutenreden, der dreisätzigen "Minutensonate" (Foto) und dem 3-Minuten-Schnellbuffet eröffnete und beschloss die "Hochgeschwindigkeitsausstellung".
Einen Schritt weiter, als von unserer neuen Kultursenatorin beabsichtigt, ging die neunjährige Eva Dora - sie wurde nicht an die Kunst herangeführt, sondern sie stellte bereits selbst aus mit einem bunten Querschnitt an Zeichnungen und Tonplastiken.

Am Ende sah man viele überraschte, begeisterte Gesichter. Man hatte sich nicht nur köstlich amüsiert, sondern auch neue Erfahrungen gemacht über unser Verhältnis zur Zeit. Das galt auch für die ebenfalls anwesende Deutschlandfunk-Reporterin, deren Reportage danach im Kulturmagazin "Corso" erschien.

Dass diese Erfahrungen auch im "stressigen Alltag" weiterhelfen, das hofft jedenfalls sehr....

... Helmut Dora


überarbeitet: April 2004

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